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missing baucis
und philemon

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Wenn die Götter verlassen werden …

Von alten Geschichten, die aktueller nicht sein können, von Kündigungen und Aufbrüchen und einem alten Paar, welches Unglaubliches erlebt hat … Doch wo sind Baucis und Philemon? Die Reise ist wohl noch nicht zu Ende …

Die Geschichte von Baucis und Philemon

… erzählt von einem Paar, welches die Götter rührte und diesen den Glauben an die Menschheit wieder schenkte …!

Doch dort, wo die Geschichte in der Mythologie endet, erzählen die Werke von Andrea Denis eine ganz neue: Baucis und Philemon sind verschwunden, und die Götter, falls noch vorhanden, sind ratlos … !

 

Die „alte“ Geschichte ...

… von Baucis und Philemon (Mythologie)

In früherer Zeit, in einem Dorfe voll wohlhabender Einwohner, so erzählt Ovid, lebte ein armes, aber zufriedenes und durch Eintracht und Liebe glückliches Ehepaar, Philemon und Baucis. Zu jenem Dorfe mischten sich einst in Menschengestalt Zeus und Hermes unerkannt unter das Volk, um die Menschheit zu prüfen.

Die Götter klopften an alle Türen und baten um Aufnahme für eine Nacht, doch keine öffnete sich. Nur die Ärmsten des Orts, Baucis und Philemon, nahmen die Fremdlinge in ihre armselige Hütte auf und bewirteten diese mit allem, was sie hatten. Und sie schämten sich, weil es so wenig und einfach war. Doch dankbar segneten die Götter das schlichte Mahl, und immer von neuem füllte sich von selbst der Weinkrug. Es gab da noch eine Gans, die nun den himmlischen Gästen zu Ehren geschlachtet werden sollte. Doch sie ließ sich nicht von den Alten fangen und flüchtete unter großem Geschrei zu den Göttern, die sich nun offenbarten, gnädig und zürnend zugleich. Zeus führte das alte Paar auf einen Hügel, von dem sie sahen, wie schwellende Wasserfluten heranbrausten und alle Häuser des Ortes mit samt ihren Bewohner verschlangen. Nur die Hütte des gastlichen Paares blieb stehen, und wölbte sich zum säulengetragenen Göttertempel.

Nun gaben die Götter den beiden einen Wunsch frei, und sie baten, für den Rest ihres Lebens die Hüter des soeben geschaffenen Tempels sein zu dürfen. Und da sie in Eintracht die Jahre verbracht hätten, solle dieselbe Stunde sie fort nehmen, damit keiner des anderen Grab sehen müsse. Diese Bitte wurde ihnen erfüllt.

Nach einer Reihe von Jahren, als ihre Zeit gekommen war, standen sie da, umarmten sich, und zugleich wurden beide in starke Bäume verwandelt, Philemon in eine Eiche, Baucis in eine Linde, die vor dem Tempeleingang standen; und so umfingen sie einander mit dem Gezweig noch liebend nach der Verwandlung, und es rauschte das Lob der Gottheit durch die flüsternden Blätter.

Und es heißt: Heute noch stehen Stamm neben Stamm sich nah’ – aus den beiden Körpern gewachsen.

 

„Missing Baucis und Philemon“

... für wertvolle Begegnungen

in „Augenhöhe“

Andrea Denis
Artist (Visual Art & Lyric Poetry), Art Coach
Friedensstraße 19
D-66822 Lebach/Saar

fon +49(0)6881-2930

Email: contact(at)andreadenis.de
Internet: www.andreadenis.de

und
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