Projekt vor lauter wald …

Die Seelenrufe der Sprachlosen – Ein intermediales
Kunstprojekt über das „kollektive 
Zusammenwirken“
von Natur und Mensch und die damit verbundenen
mystischen Zusammenhänge – 
die projektbeschreibung

Ein aktuelles Anliegen!

Die Werke laden ein, über Wesentliches und Schützenswertes sowie über schwindende „Spielräume“ – und damit über unsere ent-schwindenden Lebensräume nachzudenken, die für eine gesunde menschliche Entwicklung notwendig sind, … Gefühle und Emphatisches zu entdecken, und sich zu erinnern, damit die wichtigsten Fähigkeiten, die der Menschen besitzt, nicht verloren gehen.

Dieses Projekt ist der für unser aller Überleben unverzichtbaren, einzigartigen Lebensform – und den besten Freunden des Menschen – gewidmet: den Bäumen.

„Wir sind Eure Zukunft
ist das
was von Euch übrig bleibt!“
(aus dem Werk „Emergency room“©)

Der Künstler als Sprachrohr

Die Signale und Botschaften der Natur werden von der Gesellschaft kaum noch verstanden oder einfach ignoriert. Nach wissenschaftlichen Prognosen wird der Mensch in der Zukunft immer mehr verlernen, Gefühle zu erkennen und damit in gesunder Weise umzugehen. Daher ist es für uns alle von größter Bedeutung, den „Seelen der Sprachlosen“, der Natur, Kindern und Tieren, eine Möglichkeit zu gegeben, sich über diejenigen mitzuteilen, die ihre Rufe noch hören können!

Die Arbeiten zu diesem Thema „übersetzen“ mit Hilfe der Kunst die stummen Rufe der bedrohten „Seelen“ in eine neue Sprache. Das Thema „Wald“ in der intermedialen Auseinandersetzung sensibilisiert Menschen, und Kinder im Besonderen, für ein erhaltenswertes Erbe.

 

Die Werke laden ein, über Wesentliches und Schützenswertes sowie über schwindende „Spielräume“ – und damit über unsere entschwindenden Lebensräume nachzudenken, die für eine gesunde menschliche Entwicklung notwendig sind, … Gefühle und Emphatisches zu entdecken, und sich zu erinnern, damit die wichtigsten Fähigkeiten, die der Menschen besitzt, nicht verloren gehen.

 

Der Lebensbaum

Vor langen Zeiten, lange bevor der Mensch auf der Erde erschienen war, erhob sich ein mächtiger Baum in den Himmel. Als Achse des Universums durchdrang er drei Welten. Seine Wurzeln reichten bis in die Unterwelt, sein Stamm gab zahllosen Lebewesen Nahrung und Wohnstatt, seine Äste und Blätter berührten den Himmel.

Er verband oben und unten, lockte das himmlische Feuer auf die Erde und pumpte das irdische Wasser in den Himmel. Jahr für Jahr erneuerte er den Kosmos, reifte und vermehrte sich und wuchs: „Der Lebensbaum.“

Für unsere Vorfahren war der Wald Schöpfungsplatz des Lebens: wild und undurchdringlich, ehrfurchterregend einerseits, nährend, beschützend, mystisch und geheimnisvoll andererseits. Das Wort Baum bedeutete für sie auch „Wissen“. Der Wald war die Wiege aller Errungenschaften, auf die unsere Gegenwart aufbaut: Mythen und Märchen, Religion und Rohstoffe, Brauchtum und Bücher, Kunst und Kultur. Weil die Menschen im Wald lebten, galt er als Vater und Mutter der Schöpfung.

Was wissen wir nicht alles über Bäume, ohne dass es ihnen nutzt. Die Naturwissenschaft ist sich längst sicher, dass es ohne Bäume kein höheres Leben gäbe auf diesem Planeten. Sie gelten als erfolgreichste Lebensform, seit sie vor 300 Millionen Jahren erschienen sind. Ihre unglaubliche Fähigkeit, das Licht einzufangen und in Materie zu verwandeln, hat die Erde fruchtbar gemacht und den Humus geschaffen für alles, was kommen sollte in der Evolution des Lebens. Unsichtbare Muster verbinden Mensch und Baum auch direkt: Was der Baum ausatmet, atmet der Mensch ein, was der Mensch ausatmet, atmet auch der Baum ein. Wälder sind mehr als nur viele Bäume, sie sind hochkomplexe Ökosysteme, … und die Welt braucht den Wald noch mehr, als wir erahnen können. Die unzähligen Bäume sind, abhängig von ihrer Dichte, u.a. maßgeblich daran beteiligt, das Magnetfeld der Erde aufzubauen und zu erhalten, als Schutzschild vor kosmischen Strahlungen. Der Feldzug der Menschen gegen die Bäume im 19. Jahrhundert ermöglichte die Macht der Alten Welt: Der Homosapiens siegte als Holzschädling im industriellen Zeitalter, die Zerstörung hält mit unvorstellbaren Ausmaßen an.

Die alten Mythen sind nicht tot. Sie sind nur überdeckt von Kosten-Nutzen-Interessen. Wenn wir bereit sind, innezuhalten und die Perspektive zu wechseln, können wir das alte Wissen begreifen und vielleicht wiedererlangen. Unsere Kunst möchte dabei helfen. Das ist kein Schritt in den Nebel der Mystik, sondern mitten ins Leben.*

(frei nach G.v.Lüpke, „Wächter des Lebens“, 2003, natur & kosmos)

 

„Die Natur braucht uns nicht, aber wir brauchen die Natur!“

… zur Decodierung des „Murwatzischen“

Baum-Horch-Apparat

„Wie kann Achtsamkeit hörbar gemacht und erfahrbar werden?“

Der „Baum-Horch-Apparat“ ist in interaktives Kunstwerk zur Serie „Baumhorcher“ … zur Decodierung des Murwatzischen und zur Erhaltung der Achtsamkeit!

Hinweis:
Die Auseinandersetzung mit interaktiver Kunst (im interdisziplinären Kontext) ist besonders gut geeignet im Rahmen der Kreativpädagogik für Pädagogen, Erzieher, Interessierte, … als Selbsterfahrung oder in der Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen!

Die Baumhorcher

Poetische Bildergeschichten von Nestträgern, Neststrickern und Eulenträgern …

 

Baumhorcher hören mehr …!

Durch Staunen sehen lernen!

Waldgang kurz nach Zwölf 

0Wie lange noch
darf ich meine verblassende Haut rosig reiben
an euren panzernen Leibern
die wuchernde Sinnlosigkeit überdauern
mit nackten Füßen im trunkenen Moos

Wie weit noch
werden sich die gehetzten Gebete verzweigen
vor den weltlichen Treibern
die Wurzeln im Schoße der Mutter erschauern
als Bauholz dienen dem rettenden Floß

Wie oft noch
kann mein rostender Mund seine Schleusen fluten
mit ach so vertrautem Genuss
mir küssend lebendiges Grün einverleiben
und selig atmen die modrige Luft

Vielleicht doch
wird ein Tropfen Hoffnung dem Totholz entbluten
als weiser, unstillbarer Fluss
in gebärenden Auen Leben beweiden
sich schlafen legen in farngrünen Duft

andrea denis©

Resilienz: Wunderwelt "Baum" - Die Rinde der Madrone

„Rinde der Madrone“ (arbutus menziesii – im frühen Stadium der Abschuppung), ReliefART andrea denis, Acryl und Plastiform auf Leinwand modelliert.

Ein Wunderbaum und seine womöglich letzte und fast unfassbare Geschichte:

Im Jahre 1792 entdeckte der schottische Naturforscher auf seiner Vancouver-Expedition an der amerikanischen Westküste eine großwüchsige Erdbeerbaumart: Arbutus menziesi – die Madrone. Ihre glatte, orangerote Rinde schält sich im Sommer und enthüllt darunter ein neues Gewand in apfelgrüner Farbe. Die Indianer gebrauchen die Rinde zum Gerben der Häute und sie schrieben diesem Baum unterschiedliche Heilwirkungen zu, aus seinem Holz kann man sehr gute Holzkohle gewinnen, die zur Herstellung von Schwarzpulver dient. … Der Baum zählt zu den Pyrophyten, das heißt, der widersteht Bränden und seine Ausbreitung wird durch das Feuer erst ermöglicht oder zumindest begünstigt: Samen, die dem Feuer ausgesetzt waren, keimen besser. Der Erdbeerbaum regeneriert sich nach dem Feuer sehr rasch und bildet neue Triebe am Baumstumpf. Leider wird seine derzeitige Verbreitung durch die aktuellen Brandbekämpfungen immer mehr eingeschränkt.

 

„Mit meinem Werk möchte ich an dieses besondere Lebewesen erinnern, an seine Überlebenskräfte, seine Energien, seine Wehr- und Heilkräfte. Erst im lebendigen Häutungsprozess – Abwerfen der alten Haut bei gleichzeitiger Bildung der neuen Rinde – entwickelt sich diese überwältigende Farbenpracht, der ich als Künstlerin nicht widerstehen konnte…! In meiner Arbeit habe ich den Aufbruch der Rinde mit authentischem Material, nämlich Holzmehl, nachgearbeitet und entsprechend modelliert…. Das frische Grün der neuen Rinde ist bereits unter der aufbrechenden Kruste zu sehen. Die obere Haut des Baumes färbt sich seinem Wesen nach in feurigen Rottönen während seines Häutungsprozesses. Diesen atemberaubenden Moment habe ich mit echten Farbpigmenten wiedergegeben und festgehalten.

Diese Spezies, ein starkes Symbol für Widerstandskraft – RESILIENZ – ist vom Aussterben bedroht!

So könnte es schon bald möglich sein, dass an diesen Baum nur noch sein Detail auf meiner Leinwand erinnert…!
a.d.“

… mehr Rinden in der Themengalerie „Bäume & Rinden“

Die Jagd

„Wer liebt
sollte lernen im Schnee zu gehen
ohne Spuren zu hinterlassen!“

Hirschmann sucht Rehfrau!

Steckbrief

Vermisst

Kindsein am Waldesrand!

In selbstgebauten Palästen wohnen, mit dem Nachbarjungen zuhause sein im Geäst, für Erdgänger unsichtbar … Den stummen Freund umarmen und sich getröstet fühlen, gerade weil niemand mit lautem Gerede das Heilige verschreckt.

So bleibt das Reh und die Kriecher tun so als wäre alles wie immer … Klettern, hoch hinaus in die Träume und noch tiefer fallen ins geduldige Moos, welches die Schrammen liebkost und nichts weiß vom Kampf an den Grenzen, dem Unvermögen, es dem Bussard gleich zu tun, doch es wieder und immer wieder zu versuchen … Tarzan sein oder ein Pferd …

Den Duft atmen von Moder und Grün, wenn der Mund feuchte Erde versucht, nach dem Stolpern über beinstellendes Kraut …, die Neugier in den Wind werfen und lauschen nach geheimen Morsezeichen im Farn. Bedrückend laut die nebelsonnige Stille, doch zweimal „Kuckuck“ muss sein! Dann die Fühler gestreckt, … ganz bei sich sein und eins mit allem, und warm schwebt das Herz ins zeitlose Spielen …, weit weg vom grauen Asphalt vorgefertigter Wege, die muttergefüllt warten, gleich hinter dem Paradies …

Ach, wo finden wir dich in dieser Suchlosigkeit …?
Und, ahnungslos, wie es sein wird weit weg von Elysium, watet unsere Seele durch ausgetrocknete Tümpel, während unsere Glückseligkeit sich orientierungslos hangelt von Netz zu Netz … im virtuellen Garten Eden!

„Finde mich!“ … „Fin de moi?“ a.d.

Bleibt nur noch das Hoffen, dass die Enthaltsamkeit taut, … dich zu brauchen, … im Vergessen zu finden …! Wer bringt dich nach Haus zu den Kindern unserer Kinder? Werden die Letzten deinen Namen einritzen unter die Hornhaut der Überlebenden, damit sich das Herz deiner erinnert am kindlichen „Au“ ?

andrea denis ©

Bald mehr ...

bald mehr …

Bald mehr ...

Bald mehr …

Gastkünstler und Veranstalter ... Interesse am Projekt?

Herzliche Einladung an Künstler-Kolleginnen und -kollegen bei Interesse zur Beteiligung mit eigenen Arbeiten und Ideen für Gemeinschaftsausstellungen zu diesem zukunftsweisenden Projekt. Gerne auch auf interdiziplinärer Basis (Bildende Kunst, Musik, Fotografie, u.a.)

Auch Angebote für Ausstellungsmöglichkeiten sind willkommen!

Hinein-
horchen …
und mehr
verstehen!

,,Und wäre die Liebe nicht
so fiele ein Blatt vom Baum
und niemand hörte es …“

a.d.

... für wertvolle Begegnungen

in „Augenhöhe“

Andrea Denis
Friedensstraße 19

D-66822 Lebach/Saar

fon +49(0)6881-2930

Email: contact(at)andreadenis.de

Internet: www.andreadenis.de
und www.diekleinekunstfabrik.de

  Öffnungszeiten

 

Staatl. und intern. anerk.
Interdisziplinäre Kunsttherapeutin
und Kreativpädagogin M.A.
Art Coach

Freischaffende Künstlerin
(Bildende Kunst & Lyrik)


Art Education and Therapy M.A.

Art Coaching
Artist (Visual Art & Lyric Poetry)


Andrea Denis ist Mitglied im Deutschen Fachverband für Kunst- & Gestaltungs-therapie DFKGT (www.dfkgt.de) sowie im Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (www.bbk.saarland.de)