Übersicht Gedichtpreise
2005 - Etaina-Edeka-Gedichtpreis "Erinnerungskonfetti"
2009 - Internationaler Lyrik-Wettbewerb "Kunst und Natur", Überherrner Kultursommer 2009
2010 - Autorenwettbewerb Waderner Buchwoche 2010 zum Thema "Zeit"
ETAINA & EDEKA Gedichtpreis/Prix de poésie 2005
Aus der zweisprachigen Anthologie bilingue:
„Erinnerungskonfetti - Confetti de souvenirs"
Gedichte – Poèmes
Preisträgerin/Lauréate: ANDREA DENIS
„Es kann nur Liebe sein - Ce ne peut être que l´amour
Aus stillen Quellen - Aux sources calmes
Ich höre das grün wachsen - J´entends l´herbe pousser"
Gedichtband/Poèmes
„Erinnerungsconfetti – Confetti de souvenirs"
13,00 Euro, ISBN 3-9809586-3-9
Dar Urteil der Jury:
"Das Thema aller drei Gedichte ist die Liebe, wobei jedes Gedicht einen anderen Aspekt aufzeigt.
Im ersten Gedicht geht es um die Frage, was Liebe ist und woran das lyriche Ich sie festmacht. Das Gedicht arbeitet hierbei mit einer sich ständig steigernden Metaphorik.
Das zweite Gedicht widmet sich dem zeitlichen Aspekt als Erinnerung an eine nicht gelebte Liebe. Besonders hervorzuheben sind hier die sensiblen Sprachbilder, die Empfindungen widerspiegeln, in wenigen Glanzpunkten aufflackern und gerade deshalb Nähe und Intimität schaffen.
Auch im dritten Gedicht geht es um nicht gelebte Liebe, um den Versuch der Verarbeitung, Aussichtslosigkeit und Verzweiflung werden durch starke Sprachbilder und die gekonnte Verwendung von Synästhesien und Personifikationen in eine Handlung verwoben.
Alle drei Gedichte zeichnen sich durch ein hohes Niveau aus. Besonderes Merkmal dieser Lyrik ist die Verwendung klassischer Metaphern und Stilmittel wie z.B. Endreime und Versmaß, Bilderreichtum und Sensibilität.Das Ausschreibungsthema „Erinnerungskonfetti" wird in den drei Gedichten auf verschiedenen Ebenen aufgegriffen: vor dem Hintergrund der Suche nach Eindeutigkeit, als tatsächliche Erinnerung und als Extrakt einer Wirklichkeit, die sich nur als Hoffnung in der Erinnerung widerspiegeln kann.Wir gratulieren der Preisträgerin Andrea Denis."
Etaina-Verlag Martina Merks-Krahforst
Varuswaldstr.17
D-66636 Tholey
Tel. 0049/(0)6853/2526
email: info@etaina.net
und
EDEKA aktiv-markt
Konrad Groß
Tholey
Die Gedichte
Es kann nur Liebe sein
Wenn ich in mir die Dunkelheit ertrage
von dort den Blick in unsere Himmel wage
wo jeder Windhauch deinen Namen trägt
in jedes Morgenrot dein Lächeln legt...
wird es wohl Liebe sein
Wenn meine Hand nach deinen Spuren tastet
Vergänglichkeit auf allen Dingen lastet
mein Schmerz sich aus der Tiefe hebt
weil er in jedem deiner Küsse lebt...
muss es doch Liebe sein
Wenn dann Erinnerung für immer in mir brennt
kein Untergang mir jemals unser Band zertrennt
wenn diese Glut mein Herz am Leben hält
bis alle Ewigkeit in unsere Himmel fällt...
kann es nur Liebe sein
Aus stillen Quellen
trinken meine Lippen
die letzten Tautropfen
vergangener Jahre
und küssen deine Steine,
die verschlafen träumen
unter den Silbernebeln
der ewigen Melodien
Ganz leise mein Schritt,
als fürchte ich, dich
aufzuwecken, obwohl du nie
an meiner Seite schliefst
Und wenn zum Abschied dann,
wie flüchtige Augenblicke,
meine Wange zart
die deine streift,
bin ich schon längst
verblassende Erinnerung
und du die Heimat,
die ich niemals fand
Ich höre das grün wachsen
Ich höre das grün wachsen
die erde seufzt
fühl´ deine schritte im gras
Betäubte finger berühren
zerdrückte halme
betrauern das land
Ich kann den duft schmecken
der krug bricht
spür´ deine lippen am glas
Versiegelter mund trinkt
leise erinnerungen
versickern im sand
Ich lasse gedanken regnen
der himmel schweigt
trag´ deine asche nach haus
Geschlossene augen erkennen
verlorene möglichkeiten
sprengen den raum
Könnt´ ich von ketten befreien
die hoffnung taut
rief´ meine tauben heraus
Erlöste flügel streiften
brennende herzen
verglühten im traum
Copyright by andrea denis
Nutzung, Vervielfältigung, usw. nur mit Genehmigung von Andrea Denis.
2009
Preisträgerin des internationalen Lyrik-Wettbewerbs "Kunst und Natur" - Überherrner Kultursommer 2009
Gedicht:
Wärst du mein Land
Wärst du mein Land, würd´ ich
Mit zarten Händen deine Schollen glätten
Mein müdes Haupt in eines deiner Täler betten
Dein grünes Gras im Wind versenken
Und deine Steine Kindern schenken
Wär´ ich dein Land, wollt´ ich
Mit wilden Fluten deine Lenden streicheln
Und sanft mit Brisen deine Haut umschmeicheln
Ließ´ kühlen Tau auf heiße Lippen gießen
In feuchte Erde deinen Samen fließen
Wär´s unser Land, so könnten wir
Die brennend Leiber über reife Felder wälzen
Wie Himmel und Erde miteinander verschmelzen
Wenn laue Nächte den ersten Frösten entfliehen
Mit den schwarzen Schwänen nach Süden ziehen
Wärst du mein Land...
Copyright by andrea denis
Nutzung, Vervielfältigung, usw. nur mit Genehmigung von Andrea Denis.
2010
Preisträgerin im Autorenwettbewerb der Waderner Buchwoche 2010 zum Thema "Zeit"
Gedicht:
Zwischenräume
Es ist die Zeit zwischen der Zeit
die uns Atem holen lässt
neue Dimensionen eröffnet
uns mit ganz neuem Leben beschenkt
Es ist die Zeit zwischen Gefühlen
die aus ungeahnten Möglichkeiten schöpft
neue Begegnungen inszeniert
uns in Höhen und Tiefen geleitet
Es ist die Zeit zwischen dem Sein
die eine andere Identität ermöglicht
neuen Raum für das Gegenüber schafft
uns mit fremden Schätzen füllt
Es ist die Zeit zwischen Wollen und Tun
die uns die Freiheit gibt
neue Abfahrten und Aufstiege zu wagen
uns unser wahres Wesen zeigt
Es ist die Zeit zwischen Schatten und Licht
die weder Schwarz noch Weiß kennt
neue Gesetze und Regeln erstellt
uns unsere Begrenztheit lehrt
Es ist die Zeit zwischen der Zeit
die uns ausatmen lässt
Gedicht: Copyright by andrea denis
Nutzung, Vervielfältigung, usw. nur mit Genehmigung von Andrea Denis.
Veröffentlicht im Buch "Hochwälder Geschichten & Gedichte - frisch aus der Feder", Kulturamt der Stadt Wadern, www.wadern.de
